Belgien

Die belgische Briefmarkengeschichte begann am 1. Juli 1849 mit den ersten staatlichen Postwertzeichen. Diese sogenannten „Epauletten“-Marken zeigten ein Porträt von König Leopold I. und erschienen zunächst zu 10 und 20 Centimes. Damit gehört Belgien zu den europäischen Ländern, die bereits früh nach Einführung der ersten britischen Briefmarke eigene Postwertzeichen herausgaben. In den folgenden Jahrzehnten spielten die belgischen Monarchen eine wichtige Rolle als Briefmarkenmotive. Neben Leopold I. erschienen Leopold II., Albert I. und deren Nachfolger auf zahlreichen Dauer- und Sondermarken. Daneben entwickelte sich eine große thematische Vielfalt mit Darstellungen aus Kunst, Architektur, Geschichte, Wissenschaft, Sport, Natur und belgischer Kultur. Eine Besonderheit der belgischen Philatelie sind die zahlreichen Zuschlags- und Wohltätigkeitsmarken. Besonders bekannt sind Ausgaben zugunsten des Roten Kreuzes und verschiedener sozialer Einrichtungen. Auch Eisenbahn-, Paket-, Dienst- und Portomarken bilden interessante Spezialgebiete. Während der beiden Weltkriege entstanden zudem Besatzungs-, Militär- und Sonderausgaben, die wichtige zeitgeschichtliche Dokumente darstellen.

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